ELRs zweites Album „Vexier“ oszilliert elegant zwischen samtiger Dunkelheit und flammenden Energieausbrüchen. Der Stil der Schweizer wird als „Doomgaze“ und „Post-Metal“ bezeichnet, und beide Begriffe treffen lose auf die mäandernden, langsamen Doom-Epen des Trios zu. ELRs hypnotische Phrasen, die ständig variiert und in sich wiederholenden Schleifen verzerrt werden, erinnern an schamanische Rituale, die von psychedelischen Farben durchdrungen sind. Das Trio webt mit Sorgfalt und Beharrlichkeit einen subtilen Wandteppich, der ein Labyrinth voller komplizierter Details und verborgener Schätze darstellt.
„Vexier“ gibt seine Geheimnisse nicht so leicht preis und in seinen klanglichen Schatten verbergen sich viele Wendungen und Drehungen, wie der Titel andeutet, der sich vom lateinischen Wort „vexare“ ableitet, was „plagen, reizen“ bedeutet. Im Deutschen bezeichnet ein „Vexierbild“ ein Flip-Flop-Bild, während ein „Vexier“ in manchen Dialekten ein Puzzlespiel ist.
ELR wurde von Bassist IR und Gitarrist SM gegründet, die beide 2016 in der deutschschweizerischen Stadt Bern auch als Sänger tätig waren. Bald gesellte sich ein weiterer Freund, Schlagzeuger MK, zu ihnen, dessen gefühlvoller und komplexer Stil sich als perfekt erwies. Die Veröffentlichung ihres Debütalbums „Mænad“ (2019) wurde von Kritikern und Fans gleichermaßen mit großem Beifall aufgenommen.
Mit „Vexier“ gehen ELR einen weiteren entscheidenden Schritt nach vorne und laden den Zuhörer zu einer abenteuerlichen Reise durch ihren faszinierenden und mehrdimensionalen musikalischen Kosmos ein.